Familienfreundliche Gemeinde
Kleinsteinhausen

Echoschützen Kleinsteinhausen e.V.

Verein zur Förderung der Tradition des Böllerschießens

Das monatliche Mitgliedertreffen findet am ersten Freitag jeden Monats um 20:00 Uhr in den Vereinsräumen (Bärenloch) in der ehemaligen Schule statt.

Die Echoschützen beteiligen sich bei folgenden Festen und Brauchtümern in unserer Gemeinde:

Pfingstquack mit dem Kindergarten, Sonnwendfeier, Dorffest, Dorfweihnacht, Adventsfenster

Vorstandschaft:

1. Vorsitzender: Ludger Grünfelder

2. Vorsitzender: Aron Weinberg

Kassenverwalter: Wolfgang Grünfelder

Schriftführer: Horst Macke

Beisitzer: Nicole Grünfelder

Vereinsraum

Gleich nach der Vereinsgründung im Jahre 2004 gingen wir auf die Suche nach geeigneten Vereinsräumen. In der ehemaligen Dorfschule von Kleinsteinhausen, die mittlerweile zum Dorfgemeinschaftshaus mit angrenzender Mehrzweckhalle Großteils umgebaut wurde, gab es noch einen ungenutzten Kellerraum mit gewölbtem Zugangsbereich, der für unsere Zwecke geeignet schien.

Nachdem der Gemeinderat sein Einverständnis zur Vermietung und Renovierung gegeben hatte, ging es an die Arbeit. Das im Jahre 1847 erbaute Gebäude besteht aus Bruchsteinen, die in den beiden Räumen in mühsamer Handarbeit von altem Putz befreit wurden. Ebenso wurden die Steinzwischenräume freigelegt und anschließend neu verfugt.

Unter den Mitgliedern sind noch einige, die in der 1970 geschlossenen Schule ihre Schulzeit verbrachten. Bereits damals trugen die von uns renovierten Räumlichkeiten den Namen „Bärenloch“. Diese Bezeichnung hat sich bis heute gehalten.

Ein Teil der Einrichtung wurde von den Mitgliedern selbst angefertigt. Außerdem fanden sich auch Spender, die zur Grundeinrichtung beitrugen.

Im Jahr 2005 wurde mit der Sanierung des äußeren Zugangsbereiches begonnen.

Es liegt nicht an uns, eine wertende Stellungnahme zum Aussehen der Böllerräume abzugeben. Jeder der Gelegenheit hat, soll sich selbst ein Bild davon machen. 

Böllergeräte

Jeder der einmal das Waffengesetz gelesen hat, kennt auch die Ausnahmen davon. So fallen beschossene Böller nicht unter das Waffengesetz - sind folglich auch keine Waffen und werden deshalb als Geräte bezeichnet.

Mittlerweile hat fast jeder der Aktiven einen eigenen Schaftböller. Einige befinden sich noch in der letzten Phase des Baues. Nach dem Beschuss in Ulm steht dann den Auftritten bei den diesjährigen Festen nichts mehr im Wege.

Unsere Schaftböller haben einen Innendurchmesser von 24 mm und werden mit 35 Gramm Schwarzpulver und maximal 13 Gramm Vorlage geladen. Gezündet werden sie durch handelsübliche Perkussionszündhütchen. Die Schäfte werden von den einzelnen Schützen endbearbeitet. Das hat zur Folge, dass sich alle Böller in der äußeren Form, der Farbe und eventueller Schaftverschneidungen unterscheiden. Hier sind der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Weiterhin haben wir derzeit zwei selbstgebaute Kanonen. Ein Mörser und eine weitere Kanone befinden sich noch im Bau.

Selbstverständlich sind die Kanonen ebenfalls staatlich beschossen und können ohne weiteres als die Königsklasse des Böllerns bezeichnet werden.    

Vereinsgründung

Anfang des Jahres 2003 haben sich eine Handvoll Schwarzpulver liebende „Verrückte“ getroffen, um über die Gründung eines Vereines zur Förderung und Pflege des Böllerbrauchtums zu beraten. Pläne waren gleich geschmiedet und so ging es parallel zum Suchen von weiteren Gleichgesinnten an das Ablegen der staatlichen Prüfung zum Umgang mit Schwarzpulver und an den Bau der ersten eigenen Böller. Geräte zum Böllerschießen kann man zwar auch kaufen, aber ein eigenhändig angefertigter Böller ist eben doch etwas anderes.

Innerhalb kürzester Zeit waren sechs Schaftböller mit dem beachtlichen Kaliber von 24 mm gebaut. Nach dem Beschuss durch das Beschussamt Ulm und der Genehmigung durch das zuständige Ordnungsamt stand nun dem ersten öffentlichen Auftritt nichts mehr im Wege. Dieser erfolgte dann im Rahmen der Eröffnung unseres Kleinsteinhausener Dorffestes 2003 und mit etlichen Echos machten die damaligen Aktiven einen Heidenlärm beim Fassbieranstich und der Begrüßung der Ehrengäste.

Der größte Teil der damaligen Gruppe hat sich dann mit weiteren Interessenten zu einem Verein mit aktiven und passiven Mitgliedern zusammengeschlossen. Nach der Gründungssitzung wurde der Verein am 15.08.2004 ins Vereinsregister eingetragen. Zeitgleich wurde die Gemeinnützigkeit als Traditionsverein beim zuständigen Finanzamt beantragt und von diesem auch erteilt.

Der Vereinsname „Echoschützen“ war auch gleich gefunden und jeder, der einmal an einem Schießen am oberen Ortsausgang von Kleinsteinhausen dabei war, kann bestätigen, dass man zum Erzeugen von Echos keine hohen Berge braucht.

Nachdem unser Verein langsam in Verbandsgemeinde und Kreis bekannt wurde, folgten immer mehr Einladungen zum Böllerschießen. Mittlerweile hat der Verein auch zwei Fernsehauftritte anlässlich der SWR-Sendung  „Hierzuland“  und dem Bericht über das Wallhalber Grumbeermarkt 2005 absolviert.

Unter den 19 Aktiven sind auch zwei Frauen, die ihre Feuertaufen jeweils glänzend bestanden haben und ebenfalls ausschließlich mit unseren Schaftböllern schießen, vor deren Rückstoß selbst manch gestandener Mannskerl einen riesigen Respekt hat.

Unser Verein zählt 35 Mitglieder aus Nah und Fern.

 







Empfehlen